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Nyota zu Besuch bei der ICIPE in Mbita

Im Mai besuchte das Nyota Team die Forschungsstation der ICIPE (The International Centre of Insect Physiology and Ecology) in Mbita, um mehr über die Anbaumethode Push and Pull zu erfahren. Durch professionellen Rat und Unterstützung sollen die aktuellen ökologischen Anbaumethoden bei Nyota erfolgreich weiterentwickelt werden, auch um gezielt mit Kleinbauern der Gemeinde und Schülern der umliegenden Schulen geteilt werden zu können. Nach 2-stündiger Autofahrt war die Forschungsstation am Lake Victoria erreicht…

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Mit dabei waren Projektleiter Wyclife, sowie Dancan, Zachary, Patrick und Nyameo vom Nyota Team Kenya, sowie Sören Gerhold, Alexander Krziwanie, Frank Bässler und Anne Seelinger von Nyota e.V. aus Deutschland

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Jimmy Pitchar, Sozialwissenschaftler am Forschungsinstitut der ICIPE in Mbita erklärt die Wirkung des Push and Pull System. Auf kleinen Demoplots sah man deutlich den Unterschied, zwischen Maisfeldern auf denen das Push Pull Prinzip angewandt wurde und solchen, auf denen der Anbau auf herkömmliche Weise erfolgte. Die Push Pull Felder sahen grüner, gesünder und vor allem dichter und üppiger als die „normalen“ Maisfelder.

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Ziel unseres Besuches war es, mehr über die Arbeit der ICIPE zu erfahren sowie über mögliche Formen der Unterstützung, z.B. in Form von Trainings für das Nyota Green Garden Team sowie Kleinbauern aus der Umgebung Lwala / Awendos zu sprechen

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Nyota Gärtner und biologischer Kleinbauer Zachary notiert praktische Tipps und Hinweise

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Joseph Ondijo (ICIPE Mitarbeiter) erklärt wie das Unkraut „Striga“ oder auch „Hexenkraut“ genannt, für massive Ernteinbußen beim Maisanbau sorgt und wie Desmodium diesem auf natürliche Weise entgegenwirkt

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Die Leguminose Desmodium kann atmosphärischen Stickstoff organisch binden und so für sein Wachstum und das der umliegenden Pflanzen verfügbar machen. Bei den Forschungsarbeiten am ICIPE wurde festgestellt, dass die frei gesetzte Menge von Stickstoff ziemlich genau der entspricht, die Mais für ein optimales Wachstum braucht. Außerdem wird durch absterbende Blätter und Wurzeln des Desmodium dem Boden organisches Material zugeführt, was die Bodenorganismen fördert und die Nährstoffverfügbarkeit erhöht.

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Desmodium wird zwischen den Mais gepflanzt und reichert den Boden mit Stickstoff an. Auf diesem Weg wird die Bodenfruchtbarkeit verbessert. Zusätzlich verhindert Desmosium die Aubreitung des Striga Unkrauts

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Zur Verbreitung der Push Pull Methode werden Broschüre und Infoblätter von der ICIPE kostenlos zur Verfügung gestellt. Wir erhielten viele Materialien, in denen die Anwendung und der Nutzen des Push Pull leicht verständlich veranschaulicht wird.

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Desmodium Samen sind je nach lokaler Verfügbarkeit teilweise schwer erhältlich, die Reproduktion aus den eigenen Pflanzen ist jedoch möglich. Auch dies wurde uns vor Ort gezeigt und soll bei Nyota bald Anwendung finden

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Das Napiergras, ein wesentliches Element des Push Pull Systems, dient nebenbei als nahrhaftes Viehfutter. Das Gras ist sehr schnell wachsend (wächst bis zu vier Meter hoch), Teile des Napiergras-Gürtels um das Maisfeld können geerntet werden, ohne die Schutzfunktion zu beeinträchtigen und dienen so als wertvolles Viehfutter

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Auch Desmodium kann, wenn es nach der Ernte zurück geschnitten wird, als Futter dienen. Das Gemisch der beiden Pflanzen ist nährstoffreich und steht in der Trockenzeit zur Verfügung, wenn andere Futterquellen versiegen

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Vorgestellt wurde uns auch das Milchziegenprogramm der NGO Heifer International. Speziell gezüchtete Ziegen (eine Kreuzung aus lokalen Ziegen und einem reinrassigen Saanen Bock) werden zur Milch- und Düngerproduktion eingesetzt. Ziegenmilch gilt hauptsächlich für Kinder, Alte und Kranke als besonders bekömmlich und förderlich, sie ist reichhaltiger als Kuhmilch.

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Dr. Charles Wasonga führt die unterschiedlichen Versuche und Simulationen in den Gewächshäusern vor

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Hier werden verschiedene Sorten Desmodium auf ihre Eigenschaften getestet, um sicherzustellen, welches die jeweils geeigneten Sorten für die klimatisch unterschiedlichen Regionen Ostafrikas sind

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Gruppenfoto vor der ICIPE Forschungsstation mit Prof. Khan (Mitte), dem Erfinder der Push Pull Methode und Leiter des Programms. Im Anschluß an die Besichtigungen hatte das Nyota Team ausführlich Gelegenheit Fragen an Prof. Khan und Jimmy Pitchar bez. Push and Pull zu stellen

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Über ICIPE: Das panafrikanische Internationale Institut für Insektenforschung (icipe) in Nairobi gehört zu insgesamt 17 internationalen Agrarforschungszentren, die von Deutschland gefördert werden. Im Zentrum der Forschung stehen Insekten und deren Einfluss auf die Gesundheit von Menschen, Tieren und Nutzpflanzen. Ziel ist es, die Lebensumstände in Afrika zu verbessern. Die ICIPE sucht nach Wegen, um Schädlinge und Insektenübertragene Krankheiten wie Malaria zu bekämpfen. Auch wurde u.A. die Push und Pull Methode dort entwickelt.

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